09.02.2026
Mit unternehmerischem Weitblick trieb er den Aufbau und die Internationalisierung der heute weltweit agierenden Unternehmensgruppe maßgeblich voran. Am 5. Februar, kurz vor seinem 78. Geburtstag, ist er im Kreise seiner Familie verstorben.
Geboren am 7. Februar 1948 in Ybbsitz, trat Wolfgang Welser nach der HTL‑Matura früh ins Familienunternehmen Welser Profile ein.
Schon als junger Mann sammelte er Profilier- und Auslandserfahrung und baute wenig später die ersten Vertriebstöchter im Ausland auf, etwa in der Schweiz, Deutschland, Schweden und vielen weiteren Ländern Europas.
Untrennbar verbunden bleibt der Name Wolfgang Welser mit der Errichtung des deutschen Produktionsstandortes Bönen (Nordrheinwestfalen), durch den das Unternehmen seine Position maßgeblich stärken konnte. Dies gilt bis heute als der zentrale Meilenstein für das Wachstum der 2000er Jahre.
Über mehr als drei Jahrzehnte war er Geschäftsführer. Bis zu seinem Ausscheiden zeichnete er für die drei Produktionsstätten in Gresten, Ybbsitz und Bönen und dreizehn Verkaufsniederlassungen in Europa verantwortlich. Heute ist Welser Profile einer der größten Arbeitgeber in der Region. Weltweit sind mehr als 2.400 Menschen in der Gruppe beschäftigt.
Viele heute gelebte Werte im Unternehmen – vor allem die persönliche „Du‑Kultur“ oder der Leitspruch „Geht nicht gibt´s nicht“ – tragen seine Handschrift. Wolfgang Welser war ein Visionär, ein Gestalter und ein Unternehmer, der anpackte. Sein Gespür für neue Chancen am Markt, vor allem aber seine Fähigkeit, hervorragende Beziehungen zu Geschäftspartnern sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aufzubauen, machten ihn zu einer prägenden Persönlichkeit für Welser Profile.
Aus Sicht seines Teams war er stets ein zielorientierter, korrekter, aber auch großzügiger und geselliger Chef.
Auch außerhalb des Unternehmens war Wolfgang Welser stark engagiert – unter anderem als Aufsichtsrat der ÖIAG, der ÖBB, als Obmann des Fachverbandes der Eisen‑ und Metallwarenindustrie sowie als Vizepräsident der Vereinigung Österreichischer Industrie und als Obmann der Bundessparte Industrie der Wirtschaftskammer Österreich.
Er blieb der Welser‑Gruppe nach seinem Ausscheiden aus der Geschäftsführung eng verbunden – als Gesellschafter, Gesprächspartner und wacher Beobachter der Entwicklungen, die er selbst über viele Jahre geprägt hatte.